Inkontinenz: Beschreibung, Formen, Ursachen, Therapie (2023)

Kurzübersicht

  • Was ist Inkontinenz? Unfähigkeit, Urin (Harninkontinenz) oder - seltener - Stuhl (Stuhlinkontinenz) kontrolliert zurückzuhalten
  • Ursachen: je nach Form unterschiedlich, z. B. Harnsteine, vergrößerte Prostata, Tumoren, Nervenverletzungen oder -reizungen, neurologische Erkrankungen (Multiple Sklerose, Schlaganfall, Alzheimer etc.)
  • Untersuchungen: je nach Art und Schwere der Inkontinenz zum Beispiel gynäkologische Untersuchung, proktologische Untersuchung (Untersuchung des Enddarms), Ultraschall, Urin- und Blutuntersuchungen, urodynamische Untersuchungen (zur Bestimmung der Blasenfunktion), Blasenspiegelung, Darmspiegelung etc.
  • Therapie: je nach Form und Schwere der Inkontinenz zum Beispiel Beckenbodentraining, Toilettentraining, Elektrotherapie, Schrittmacher, Medikamente, Operation
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Inkontinenz: Beschreibung

Menschen mit Inkontinenz können ihren Urin oder seltener ihren Stuhl nicht mehr kontrolliert zurückhalten. Man spricht dann von Harn- beziehungsweise Stuhlinkontinenz.

Harninkontinenz

Umgangssprachlich heißt dieses Symptom auch „Blasenschwäche“. Allerdings ist die Blase nicht immer die Ursache. Es gibt fünf unterschiedliche Erscheinungsformen von Harninkontinenz:

  • Belastungsinkontinenz: Früher als Stressinkontinenz bezeichnet, weil körperliche Belastung der Auslöser ist: Erhöht sich der Druck im Bauchraum (z.B. beim Anheben schwerer Gegenstände, Husten, Niesen, Lachen), verlieren Betroffene unwillkürlich Urin. In schweren Fällen geht Urin bei jeder Bewegung ab, im Extremfall auch im Stehen oder Liegen. Die Betroffenen verspüren keinen Harndrang, bevor der Urin ungewollt abgeht.
  • Dranginkontinenz: Bei dieser Inkontinenz-Form tritt der Harndrang überfallsartig und sehr häufig (teils mehrmals pro Stunde) auf, obwohl die Blase noch gar nicht voll ist. Oft schaffen es die Betroffenen nicht mehr rechtzeitig zur Toilette. Der Urin geht schwallartig ab.
  • Reflexinkontinenz: Menschen mit Reflexinkontinenz spüren nicht mehr, wann die Blase voll ist und können auch die Entleerung nicht mehr steuern. Die Blase entleert sich dadurch in unregelmäßigen Abständen von selbst, oft aber nicht vollständig.
  • Überlaufinkontinenz: Bei voller Blase fließen ständig kleine Mengen Urin ab. Betroffene können außerdem einen permanenten Harndrang verspüren.
  • Extraurethrale Harninkontinenz: Auch hier geht ständig Urin ab, ohne dass der Patient das kontrollieren kann. Allerdings geschieht dies nicht über die Harnwege, sondern durch andere Öffnungen (mediz.: extraurethral), etwa durch die Scheide oder den After.
Inkontinenz: Beschreibung, Formen, Ursachen, Therapie (1)

Manche Menschen leiden auch unter einer Mischinkontinenz. Das ist eine Kombination aus Belastungs- und Dranginkontinenz.

Stuhlinkontinenz

Diese Form der Inkontinenz ist seltener. Patienten mit Stuhlinkontinenz können den Darminhalt sowie Darmgase nicht willkürlich im Enddarm zurückhalten. Dabei unterscheiden Mediziner drei Schweregrade:

  • Teilinkontinenz 1. Grades: unkontrollierter Abgang von Luft und gelegentliches Stuhlschmieren bei Belastung.
  • Teilinkontinenz 2. Grades: Patienten können Darmgase und dünnen Stuhl nicht halten.
  • Totalinkontinenz: totaler Kontrollverlust über die Darmentleerung, der mit ständigem Stuhlschmieren verbunden ist. Patienten verlieren auch festen Stuhl.

Wie bei der Harninkontinenz gibt es Fälle, bei denen der Betroffene zwar spürt, dass gleich Stuhl abgeht, es aber nicht rechtzeitig zur Toilette schafft, und solche, bei denen der Stuhlabgang ganz unvermutet auftritt (die Betroffenen spüren im Analbereich nichts).

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Inkontinenz: Ursachen und mögliche Erkrankungen

Inkontinenz: Beschreibung, Formen, Ursachen, Therapie (2)

Bei einer Harninkontinenz funktioniert das fein aufeinander abgestimmte System aus Blasenmuskel, Schließmuskel und Beckenbodenmuskulatur sowie den steuernden Nerven und Zentren in Gehirn und Rückenmark nicht mehr richtig. Bei der Stuhlinkontinenz betrifft die Störung den Verschlussapparat des Afters sowie die entsprechenden Nervenstrukturen. In beiden Fällen kann die Ursache dafür vielfältig sein:

Ursachen für Harninkontinenz

Die fünf Formen der Harninkontinenz haben sehr unterschiedliche Ursachen, die aber allesamt die Funktion der Harnblase beeinträchtigen.

Diese erfüllt zwei wichtige Aufgaben: Sie muss den Urin speichern und sich (möglichst) zum gewünschten Zeitpunkt entleeren. Beim Speichern ist der Blasenmuskel entspannt. So kann sich die Blase ausdehnen und füllen. Gleichzeitig ist der Schließmuskel angespannt, so dass der Urin nicht gleich wieder über die Harnröhre abfließen kann. Zum Entleeren zieht sich der Blasenmuskel zusammen, während der Schließmuskel mit der Beckenbodenmuskulatur erschlafft. Der Urin kann dann durch die Harnröhre abfließen.

Belastungsinkontinenz:

Bei der Belastungsinkontinenz ist der Verschlussmechanismus zwischen Blasenhals und Harnröhre nicht mehr funktionstüchtig. Der Grund kann sein, dass das Beckenbodengewebe verletzt wurde, etwa bei einer Prostata-Operation oder einem Unfall. Auch Nervenverletzungen und -reizungen sowie eine Vorwölbung der Harnblase können eine Belastungsinkontinenz auslösen. Außerdem wird sie begünstigt durch Risikofaktoren wie:

  • chronischer Husten
  • Übergewicht
  • häufiges Heben schwerer Lasten
  • Bewegungsmangel (schlecht trainierter Beckenboden!)
  • (bei Frauen) nach unten absinkende Beckenorgane (wie Gebärmuttersenkung)

Die Belastungsinkontinenz tritt bei Frauen viel häufiger auf als bei Männern. Das liegt daran, dass sie ein breiteres Becken und eine schwächere Beckenbodenmuskulatur haben. Außerdem gibt es im weiblichen Beckenboden drei Öffnungen (für Harnröhre, Scheide und Enddarm), während der Mann nur zwei hat. Das sind „natürliche Schwachstellen“. An diesen Stellen kann das Bindegewebe etwa durch Belastungen wie Schwangerschaften und Entbindungen, eine Gebärmuttersenkung oder hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren nachgeben - es ensteht eine Harninkontinenz.

Dranginkontinenz:

Bei dieser Form von Inkontinenz wird schon bei einer wenig gefüllten Blase fälschlicherweise das Signal „Blase voll“ ans Gehirn gesendet. Als Reaktion setzt ein nicht kontrollierbarer Harndrang ein. Man spricht auch von "überaktiver Blase". Mögliche Ursachen der Dranginkontinenz sind:

  • Nervenschäden oder -reizungen infolge einer Operation
  • neurologische Erkrankungen wie Multiple Sklerose, Parkinson, Alzheimer, ein Hirntumor oder Schlaganfall
  • ständige Reizungen der Blase, zum Beispiel durch Blasensteine oder Harnwegsinfekte (Blasenentzündung)
  • nicht ausreichend behandelte Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus): Giftstoffe, die durch den erhöhten Blutzuckerspiegel entstehen, wirken sich auf das Nervensystem aus.
  • psychische Ursachen

Reflexinkontinenz:

Bei einer Reflexinkontinenz sind Nerven im Gehirn oder Rückenmark, welche die Blase steuern, geschädigt. Das kann etwa bei einer Querschnittslähmung oder einer neurologischen Erkrankungen wie Parkinson, Multiple Sklerose, Schlaganfall oder Alzheimer der Fall sein.

Überlaufinkontinenz:

Bei dieser Form ist der Blasenausgang blockiert und stört den Harnabfluss, zum Beispiel durch eine vergrößerte Prostata (wie bei gutartiger Prostatavergrößerung) oder eine Harnröhrenverengung. Letztere kann etwa durch einen Tumor oder durch Harnsteine bedingt sein.

Extraurethrale Inkontinenz:

Diese Form der Inkontinenz kann durch angeborene Fehlbildungen oder eine Fistel bedingt sein. Ganz allgemein versteht man unter einer Fistel ein "unnatürliches" Verbindungskanälchen zwischen zwei Hohlorganen oder einem Hohlorgan und der Körperoberfläche. Im Rahmen der extraurethralen Inkontinenz kann eine Fistel zwischen dem harnableitenden System (wie Blase, Harnröhre) und der Haut, dem Darm oder dem weiblichen Genitaltrakt bestehen. Demenstprechend kann Urin über die Hautöffnung, den After oder die Scheide abgehen. Eine solche Fistel kann sich infolge entzündlicher Prozesse oder nach einer Operation oder Röntgenbestrahlung ausbilden.

Verschiedene Medikamente (wie Diuretika, Antidepressiva, Neuroleptika) und auch Alkohol können eine bestehende Harninkontinenz verstärken.

Ursachen für Stuhlinkontinenz

Selten ist eine Stuhlinkontinenz angeboren; sie basiert dann zum Beispiel auf Fehlbildungen. Die wesentlich häufigere erworbene Stuhlinkontinenz beruht auf einer Störung oder Schädigung des sogenannten Kontinenzorgans (Anorektum). Dieses besteht aus dem Mastdarm, in dem der Stuhl „gelagert“ wird (Reservoir), und dem Schließmuskel (Sphinkter) um den Analkanal herum. Mögliche Ursachen für eine Störung oder Schädigung des Anorektums sind:

  • Verletzungen, beispielsweise durch Geburten oder Operationen: Sie können zu einer Funktionsstörung des Schließmuskel führen oder die Nervenwahrnehmung am Darmausgang beeinträchtigen.
  • chronisch-entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn
  • neurologische Krankheiten wie Demenz oder Multiple Sklerose
  • Tumoren im Bereich des Enddarms (wie Mastdarmkrebs)
  • Darmträgheit und Verstopfung: Festsitzender Stuhl verursacht eine Blockade, an der nur wässriger Stuhl passieren kann.
  • Beckenbodenschwäche
  • Medikamente wie Abführmittel, Antidepressiva oder Parkinson-Medikamente
  • ausgeprägte Hämorrhoiden
  • Vorfall (Prolaps) des Mastdarms oder Enddarms
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(Video) Harninkontinenz und die Formen
(Video) Inkontinenz? Was tun bei Blasenschwäche? | Ursachen & Behandlung

Inkontinenz: Therapie

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, eine Inkontinez zu behandeln. Im Einzelfall wird die Inkontinenz-Therapie an die Form und Ursache der Inkontinenz sowie an die Lebenssituation des Patienten angepasst.

Therapie der Harninkontinenz

Beckenbodentraining: Bei Belastungsinkontinenz lassen sich durch ein Beckenbodentraining unter Anleitung eines Physiotherapeuten gute Erfolge erzielen. Dabei lernt der Patient zum Beispiel, die Belastung des Beckenbodens im Alltag zu reduzieren, falsche Anspannungsmuster abzulegen und den Beckenboden mit geeigneten Übungen zu kräftigen.

Biofeedbacktraining: Manchen Menschen fällt es schwer, die Beckenbodenmuskeln zu spüren und Schließmuskeln bewusst wahrzunehmen und zu steuern. Beim Biofeedbacktraining misst eine kleine Sonde im Enddarm oder in der Scheide Kontraktionen des Beckenbodens und löst dabei ein optisches oder akustisches Signal aus. So kann der Patient im Rahmen des Beckenbodengymnastik erkennen, ob er wirklich die richtigen Muskeln anspannt beziehungsweise entspannt.

Elektrotherapie: Hier wird die Beckenbodenmuskulatur passiv durch schmerzlose elektrische Impulse trainiert.

Toilettentraining (Blasentraining): Hierbei muss der Patient für einige Zeit ein Miktionsprotokoll führen. Darin trägt er jeweils ein, wann er Harndrang verspürt hat, wann er wie viel Urin ausgeschieden hat und ob das Wasserlassen kontrolliert oder unkontrolliert erfolgt ist. Außerdem muss der Patient notieren, was und wie viel er im Laufe eines Tages oder einer Nacht getrunken hat. Anhand dieser Aufzeichnungen erstellt der Arzt einen Trink- und Miktionsplan. Darin ist festgelegt, wie viel der Patient trinken darf und wann er zur Toilette gehen soll, um die Blase zu entleeren (auch ohne Harndrang). Ziel ist es, unkontrollierten Harnabgang durch geregeltes Entleeren der Blase zu verhindern.

Das Toilettentraining sollte nur unter ärztlicher Anleitung erfolgen, auch wenn der Patient das Training selbst zu Hause durchführt.

Hormonbehandlung: Bei einer Inkontinenz infolge von Östrogenmangel in oder nach den Wechseljahren kann der Arzt betroffenen Frauen ein lokales Östrogenpräparat (etwa eine Salbe) verschreiben.

Medikamente: Je nach Form der Inkontinenz eignen sich zur Behandlung zum Beispiel krampflösende Medikamente (Drangkinkontinenz) oder sogenannte Alpharezeptorblocker. Letztere können den Blasenverschluss lockern (Überlaufinkontinenz) oder die spontane Aktivität der Harnblasenmuskulatur hemmen (Reflexinkontinenz).

Katheter: Bei einer Reflexinkontinenz muss die Blase unter Umständen über einen Katheter regelmäßig entleert werden.

Operation: Eine extraurethrale Inkontinenz muss immer operativ behandelt werden (etwa durch Verschluss der Fistel). Beruht die Inkontinenz auf einer vergrößerten Prostata, ist ebenfalls meist eine Operation notwendig. Ansonsten kommt bei einer Harninkontinenz ein chirurgischer Eingriff erst dann in Betracht, wenn nicht-operative Therapiemaßnahmen nicht den gewünschten Erfolg bringen.

Beispielsweise kann dann die Harnröhre durch einen künstlichen Schließmuskel oder eine adjustierbare Schlinge verschlossen werden. Einen ähnlichen Effekt erzielt ein Implantat, das die Harnröhre soweit komprimiert, dass der Urin nicht mehr unwillkürlich abfließen kann. In bestimmten Fällen wird die Harnröhre mit Kollagen oder Silikon stabilisiert, um so die Inkontinenz-Symptome zu lindern. Ein implantierter „Blasenschrittmacher“ kann helfen, eine überaktive Blase zu beruhigen oder eine Blase zu stimulieren, die sich aus eigener Kraft nicht mehr entleeren kann.

Therapie der Stuhlinkontinenz

Beckenbodentraining, Elektrotherapie und Toilettentraining sind auch bei einer Stuhlinkontinenz wirksame Therapiemethoden. Manchmal wird den Patienten auch ein Schrittmacher implantiert, der die Koordination zwischen Gehirn, Beckenboden, Darm und Schließmuskel verbessert.

(Video) Was ist Harninkontinenz?

Weitere mögliche Therapieansätze sind:

  • Abführmittel: Sie regen gezielt die Ausscheidung von Stuhl an.
  • Motilitätshemmer: Diese Arzneimittel hemmen die Darmbewegungen (Peristaltik) und verringern dadurch die Häufigkeit des Stuhlgangs.
  • Operation: Beispielsweise kann man verletzte Schließmuskeln nähen. Ist der Dickdarm durch eine Beckenbodenschwäche abgesunken, kann der Chirurg ihn wieder am Kreuzbein fixieren. In manchen Fällen von Stuhlinkontinenz wird ein künstlicher Schließmuskel eingesetzt.
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Harninkontinenz: Richtig trinken

Gerade bei Harninkontinenz nimmt das Trinken für Betroffene plötzlich eine bestimmende Rolle ein: Aus Angst vor dem unkontrollierten Harnabgang versuchen sie, möglichst wenig zu trinken. Das verbessert das Leiden aber nicht - im Gegenteil: Bei mangelnder Flüssigkeitszufuhr wird der Harn in der Blase stärker konzentriert, was den Harndrang verstärken kann und die Schleimhaut der Blase reizt. Außerdem werden Blase, Harnleiter- und -röhre schlechter durchspült, wenn man zu wenig trinkt. Das macht es Bakterien leichter, sich dort anzuheften - es resultiert eine Harnwegsinfektion.

Wenn Sie eine Harn-Inkontinenz haben, sollten Sie deshalb mit Ihrem Arzt besprechen, wie viel und zu welchen Tageszeiten Sie trinken sollten. Er kann Sie dabei zunächst bitten, einige Tage ein Miktionsprotokoll zu führen, in dem Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr und Ihr Wasserlassen genau festhalten (siehe oben: Toilettentraining). Anhand dieser Aufzeichnungen kann der Arzt Ihnen geeignete Trinkmengen und -zeiten empfehlen.

Am besten eignen sich bei Inkontinenz stilles Wasser und Kräutertees. Auch ein spezieller Blasentee kann helfen, zum Beispiel bei Dranginkontinenz. Kaffee, Alkohol und kohlesäurehaltige Getränke sind weniger gut, da sie harntreibend wirken.

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Inkontinenz: Das können Sie sonst noch tun

Ja, eine Inkontinenz bedeutet Kontrollverlust. Aber sie bedeutet nicht, dass Betroffene ihr hilflos ausgeliefert sind. Es gibt einiges, was jeder selbst tun kann, um mit der Inkontinenz besser zurecht zu kommen beziehungsweise einer Inkontinenz vorzubeugen:

Inkontinenz-Hilfsmittel benutzen: Vorlagen in verschiedenen Saugstärken, Einmalschlüpfer mit enthaltener Vorlage, Inkontinenzslips oder Analtampons können helfen, im Alltag mit der Inkontinenz umzugehen. Männer mit Harninkontinenz können ein Kondom-Urinal benutzen. Das ist eine Art Kondom, über das der Urin in einen Beutel geleitet wird.

Angemessen oft auf die Toilette gehen: Wer zu häufig oder zu selten auf die Toilette geht, tut seiner Blase nichts Gutes und kann sein Risiko für Harn-Inkontinenz erheblich steigern. Bei zu häufigem Wasserlassen „gewöhnt“ sich die Blase irgendwann an die kleinen Urinmengen und ist dann nicht mehr in der Lage, größere Urinmengen zu speichern. Wer sehr selten auf die Toilette geht, überdehnt seine Blasenmuskulatur ständig und riskiert Funktionsstörungen.

Gewicht reduzieren: Übergewicht stellt einen wichtigen Risikofaktor für Inkontinenz dar. Es erhöht den Druck in der Bauchhöhle und begünstigt so eine Inkontinenz beziehungsweise verstärkt eine bestehende Inkontinenz. Wer zu viel wiegt, sollte also versuchen, abzunehmen. Das wirkt sich auch positiv auf den Erfolg des Beckenbodentrainings aus.

(Video) Einfach erklärt: Neuromodulation zur Therapie von Inkontinenz

Den Körper pflegen: Durch sorgfältige Körperpflege können Sie Hauterkrankungen als Folge einer Blasenschwäche verhindern.

Blasenfreundlich essen: Vermeiden Sie Lebensmittel, welche die Blase reizen können, zum Beispiel scharfe Gewürze oder Kaffee. Bei einer Stuhlinkontinenz kann eine ballaststoffreiche Ernährung den Stuhlabgang normalisieren. Auf blähende Speisen sollten Sie weitgehend verzichten.

Entspannungstechniken: Entspannungsübungen wie Autogenes Training können helfen, wenn eine Inkontinenz seelische (Mit-)Auslöser hat.

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Inkontinenz: Untersuchungen beim Arzt

Vielen Menschen ist es peinlich, wenn sie Urin oder Stuhl nicht mehr richtig halten können. Sie ertragen ihre Erkrankung still und trauen sich nicht einmal, mit ihrem Arzt über das Thema zu sprechen. Ein Fehler, denn es gibt wirksame Hilfen. Betroffene sollten sich deshalb auf jeden Fall baldmöglichst von einem Arzt untersuchen und behandeln lassen.

Erhebung der Krankengeschichte

In einem Gespräch erkundigt sich der Arzt zuerst nach den genauen Beschwerden und der Vorgeschichte des Patienten (Anamnese). So kann er herausfinden, an welcher Form von Inkontinenz jemand leidet und die möglichen Ursachen näher eingrenzen. Mögliche Fragen im Anamnesegespräch sind:

  • Seit wann haben Sie unkontrollierten Urin- oder Stuhlabgang?
  • Wie oft scheiden Sie Urin / Stuhl aus?
  • Treten dabei Schmerzen auf?
  • Bei welchen Gelegenheiten kommt es zu unfreiwilligem Urin- oder Stuhlabgang?
  • Haben Sie das Gefühl, Ihre Blase / Ihr Darm entleert sich nicht vollständig?
  • Können Sie spüren, ob Ihre Blase / Ihr Darm gefüllt oder leer ist?
  • Hatten Sie eine Operation? Haben Sie ein Kind entbunden?
  • Haben Sie irgendwelche Grunderkrankungen (Diabetes, Multiple Sklerose, Parkinson etc.)?

Untersuchungen

Verschiedenste Untersuchungen helfen bei der Abklärung einer Inkontinenz. Welche Methoden im Einzelfall sinnvoll sind, hängen unter anderem von Art und Schwere der Inkontinenz ab. Die wichtigsten Untersuchungen sind:

  • Untersuchung der äußeren Genitalien und des Enddarms: Sie liefert Hinweise auf die Ursachen der Inkontinenz. So kann der Arzt manchmal Fisteln oder eine vergrößerte Prostata erkennen. Außerdem kann er den Spannungszustand der Schließmuskeln überprüfen.
  • gynäkologische Untersuchung: Dabei kann man zum Beispiel eine Gebärmuttersenkung oder Scheidensenkung als Ursache einer Harninkontinenz feststellen.
  • Urin- und Blutuntersuchungen: Sie können Hinweise auf Infektionen oder Entzündungen geben.
  • Ultraschalluntersuchung: Mittels Ultraschall lässt sich bei einer Harninkontinenz die eventuelle Restharnmenge in der Blase abschätzen. Außerdem können Nieren- oder Blasensteine, Tumoren oder angeborene Fehlbildungen entdeckt werden. Auch Verletzungen nach einer Operation lassen sich im Ultraschall erkennen.
  • Urodynamik: Bei Harninkontinenz kann der Arzt mittels urodynamischer Untersuchungen die Funktion der Harnblase beurteilen. So kann man etwa im Rahmen der Uroflowmetrie mithilfe von Elektroden während des Wasserlassens die Harnmenge, die Dauer der Blasenentleerung sowie die Aktivität der Beckenboden- und Bauchmuskulatur messen.
  • Blasen- oder Darmspiegelung: Sie kann notwendig sein, um zum Beispiel Entzündungen der Blasen- oder Darmschleimhaut oder Tumoren der Blase oder des Darms aufzudecken.
  • Röntgenkontrastaufnahmen: Sie können Aufschluss über eine Fehlfunktion von Blase oder Enddarm geben. Dazu wird die Blase oder der Enddarm zunächst mit einem Kontrastmittel gefüllt. Dann werden Röntgenaufnahmen während des Wasserlassens oder Stuhlgangs gemacht. So lassen sich funktionelle Abläufe analysieren sowie Aus- und Einstülpungen oder innere Vorfälle als Ursache der Inkontinenz erkennen.
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Weiterführende Informationen

Leitlinien:

Selbsthilfegruppen:

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FAQs

Welche Ursachen gibt es für Inkontinenz? ›

Unfreiwilliger Harnabgang kann u.a. durch eine Reihe von Krankheiten und altersbedingten oder hormonellen Veränderungen verursacht werden. Auch durch Schwangerschaft und Geburt kann es zu einer Schwächung der Beckenbodenmuskulatur kommen. Insgesamt sind Frauen häufiger von Harninkontinenz betroffen als Männer.

Was ist Inkontinenz Therapie? ›

Bei einer Belastungsinkontinenz ist Beckenbodentraining in der Regel der erste Weg der Therapie. Seltener kommen Medikamente zum Einsatz, die die Verschlussfunktion der Harnröhre verbessern können. Hilft auch das nichts, kann das operative Einsetzen eines Bands unter der Harnröhre Abhilfe schaffen.

Was ist Inkontinenz einfach erklärt? ›

Mit dem Begriff Harninkontinenz (Blasenschwäche, Urinabgang, Harnverlust) bezeichnet man den unwillkürlichen, das heißt unfreiwilligen, Verlust von Urin aufgrund unterschiedlicher Erkrankungen im Bereich der Harnblase und deren Verschlussmechanismen. Der unfreiwillige Verlust von Urin kann vielfältige Ursachen haben.

Welche Form der Inkontinenz bei Demenz? ›

Bei fortgeschrittener Demenz liegt häufig beides vor - eine Harninkontinenz und eine Stuhlinkontinenz. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Patienten unter Verstopfung leiden.

Was ist der Unterschied zwischen Kontinenz und Inkontinenz? ›

Kontinenz ist die Fähigkeit, willkürlich zur passenden Zeit und an einem geeigneten Ort die Blase oder den Darm zu entleeren. Diese Fähigkeit kann Menschen durch Krankheit oder im Alter abhanden kommen, dies wird als Inkontinenz bezeichnet.

Welche Pflege bei Inkontinenz? ›

Tupfen Sie eher, anstatt zu reiben. Tragen Sie eine Creme auf, die die Haut vor Feuchtigkeit und aggressiven Stoffen im Urin und Stuhl schützt. Dafür eignen sich einfache, weiche Zinkpasten oder Hautschutzsalben. Es gibt auch spezielle Inkontinenz-Produkte, die einen Schutzfilm auf der Haut bilden.

Welche Übungen helfen bei Inkontinenz? ›

1. Übung: Die Muskeln bewusst spüren
  • Entspannt auf eine Matte legen oder auf einen Stuhl setzen.
  • Die Muskeln der Harnröhre, des Afters sowie der Scheide bewusst anspannen und wieder locker lassen.
  • Die Vorstellung, bei voller Blase den Urin zurückzuhalten, hilft dabei, die Muskeln zu erspüren.

Welche Medikamente helfen bei Inkontinenz? ›

Arzneimitteltherapie bei Harninkontinenz
  • 1 Muskarinrezeptor-Antagonisten.
  • 2 Mirabegron.
  • 3 Östrogen.
  • 4 Desmopressin.
  • 5 Duloxetin.

Wie viele Inkontinenzformen gibt es? ›

Arten von Inkontinenz

Zu den wichtigsten Arten der Harninkontinenz gehören die Belastungsinkontinenz, Dranginkontinenz, kombinierte Inkontinenz, Überlaufinkontinenz und funktionelle Inkontinenz.

Welche Hilfsmittel können bei Inkontinenz eingesetzt werden? ›

Hierzu gehören: Inkontinenzslips, Windeln und Windelhosen, aber auch Bettschutzeinlagen. Besonders geeignet sind einteilige Systeme für Menschen mit starker Harninkontinenz sowie für bettlägerige Personen, die ihre Blase nicht kontrollieren können.

Wer verschreibt Inkontinenz? ›

Inkontinenzprodukte auf Rezept erhalten Sie über eine Verschreibung, welche Ihr behandelnder Arzt ausstellt. Wobei Hausarzt oder Facharzt, beispielsweise der Urologe, keine Rolle spielt. Achten Sie darauf, dass Ihr Rezept die Verordnungsdauer, Hilfsmittelart und vorordnete Menge beinhaltet.

Welche beiden Arten der Harninkontinenz sind die häufigsten und welche Symptome sind dabei typisch? ›

Die Schwere der Inkontinenz wird in drei Grade unterteilt: Grad 1: leichter Harnverlust beim Niesen, Husten, Lachen und Heben. Grad 2: leichter bis mittelschwerer Harnverlust bei schnellen Körperbewegungen. Grad 3: leichte bis komplette Blasenentleerung bei jeglicher Bewegung und im Liegen.

Was ist der Unterschied zwischen einer Belastungs und einer Dranginkontinenz? ›

Die Dranginkontinenz unterscheidet sich von der bei Frauen häufig auftretenden Belastungsinkontinenz insofern, als bei der Belastungsinkontinenz ein plötzlicher Druckanstieg im Bauchraum sowie eine schwache Beckenbodenmuskulatur zu einem unkontrollierten Urinverlust führen, während bei der Dranginkontinenz Harndrang ...

Was ist sensorische Inkontinenz? ›

sensorische Dranginkontinenz: Bei der sensorischen Dranginkontinenz ist die Blase überaktiv. Die sensorischen Rezeptoren in der Blasenwand übermitteln dem Gehirn die falsche Information, dass die Blase voll ist, auch wenn dies nicht der Fall ist.

Was ist Inkontinenz Vorlage? ›

Was sind Inkontinenzvorlagen? Inkontinenzvorlagen gehören zu den aufsaugenden Hilfsmitteln, um eine Inkontinenz zu versorgen. Im Gegensatz zu den ähnlich aussehenden Inkontinenzeinlagen, können sie nicht in herkömmliche Unterwäsche eingeklebt werden. Sie müssen mit einer sogenannten Fixierhose befestigt werden.

Was ist eine Inkontinenzprophylaxe? ›

Die Inkontinenzprophylaxe verfolgt das Ziel, durch verschiedene Methoden das unkontrollierte Wasserlassen zu vermeiden.

Wo beginnt Inkontinenz? ›

Der Blasenausgang oder die Harnröhre wird entweder durch ein Hindernis verengt und/oder die Blasenmuskulatur ist geschwächt. Überlaufinkontinenz tritt besonders häufig bei älteren Männern auf. Die häufigste Ursache ist, dass die Harnröhre durch eine vergrößerte Prostata blockiert ist.

Welche Risikofaktoren gibt es bei Inkontinenz? ›

Risikofaktoren für eine Inkontinenz
  • Medikamente wie Antidepressiva oder Diuretika (entwässernde Arzneimittel),
  • Übergewicht,
  • schwere körperliche Arbeit,
  • chronische Atemwegserkrankungen (durch das Husten kann sich der Druck auf die Blase erhöhen) oder.
  • schwaches Bindegewebe.

Welche Vitamine bei Inkontinenz? ›

Vitamine für die überaktive Blase
  • Vitamin D – Studien haben gezeigt, dass ein Mangel an Vitamin D den Beckenboden schwächen kann. ...
  • Vitamin C – Obwohl Vitamin C in Form von Nahrungsergänzungen die Blase reizen kann, kann eine Ernährung reich an Vitamin C den Harndrang lindern7.
22 Aug 2021

Was sollte man bei Inkontinenz nicht trinken? ›

Diese Getränke solltest Du in Zukunft reduzieren, da sie harntreibend wirken:
  • Koffeinhaltiger Kaffee.
  • Schwarzer Tee.
  • Grüner Tee.
  • Kräutertee aus Mate, Birke und Brennnessel.
  • Saure Fruchtsäfte aus Zitrusfrüchten (zum Beispiel Orangensaft oder Grapefruitsaft)
  • Kohlensäurehaltige Getränke.
  • Softdrinks mit Zucker oder Süßstoffen.

Welche Produkte bei Inkontinenz? ›

Aufsaugende Inkontinenzprodukte
  • Inkontinenzwindeln für Erwachsene. Windeln fungieren in der Inkontinenzversorgung als geschlossenes System. ...
  • Inkontinenzeinlagen & -vorlagen. ...
  • Inkontinenz-Slips & -Pants.

Kann Inkontinenz geheilt werden? ›

Bei einer leichten Inkontinenz kann bereits eine medikamentöse Behandlung Abhilfe schaffen. Immerhin mehr als die Hälfte aller Frauen mit Dranginkontinenz sprechen positiv auf verschiedene Medikamente an. Auch ein gezieltes Beckenbodentraining kann dazu beitragen, die Blasenfunktion zu normalisieren.

Welche Hausmittel helfen bei Inkontinenz? ›

Es gibt eine Reihe von Heilpflanzen, die die Harnblase stärken, den Beckenboden kräftigen und auch entzündungshemmend wirken.
  • Heilpflanzen gegen Blasenschwäche im Überblick. Kürbissamen. ...
  • Kürbissamen. ...
  • Goldrute. ...
  • Brennnessel. ...
  • Preiselbeeren und Cranberrys. ...
  • Heublumen.

Kann man Inkontinenz Wegtrainieren? ›

Beckenbodentraining ist gut geeignet zur Prävention und bei kurzzeitig bestehender Belastungsinkontinenz nach einer Geburt. Ist jedoch schon zu viel Gewebe zerstört - zum Beispiel nach Entbindungen oder im Alter - lässt sich eine Inkontinenz nicht wegtrainieren.

Was versteht man unter Dranginkontinenz? ›

Bei Dranginkontinenz fühlt man einen plötzlichen, starken Harndrang. Dieser kann auch auftreten, wenn die Harnblase nur wenig gefüllt ist. Die Blase entleert sich dann, ohne dass man es kontrollieren kann.

Was sind die Kontinenzprofile? ›

Definition: Die Kontinenzprofile sind eine Entwicklung der Autorengruppe, die den Expertenstandard „Förderung der Harnkontinenz in der Pflege“ erstellt hat. Ein solches Profil beschreibt, welche Fähigkeiten der Bewohner noch hat, um die Harnausscheidung eigenständig zu kontrollieren.

Welche Medikamente verstärken Inkontinenz? ›

7 Medikamente, die Inkontinenz fördern!
  1. Diuretika fördern Inkontinenz. ...
  2. Medikamente bei Prostatavergrößerung und Bluthochdruck. ...
  3. Blutdrucksenkende Medikamente. ...
  4. Betablocker. ...
  5. Cholinergika und Cholinesterase-Hemmer. ...
  6. Digitaliswirkstoffe und Herzglykoside. ...
  7. Prostaglandin.

Ist Inkontinenz eine Pflegestufe? ›

Bewilligt die Pflegeversicherung einen Pflegegrad, kann die Angabe der Inkontinenz aber u. U. eine Erhöhung der Pflegeleistungen ermöglichen, weil der Pflegebedürftige mehr Betreuung benötigt. Hinweis: Seit 2017 werden keine Pflegestufen mehr vergeben, diese wurden von den fünf Pflegegraden ersetzt.

Wie viele Windeln pro Tag bei Inkontinenz? ›

Die grundsätzliche Bedarf bezieht sich auf eine Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK). Dieser Empfiehlt 4 bis 5 Windeln am Tag. Dennoch stehen jedem Patienten gesetzlich so viele Windeln zu, wie er benötigt.

Welches Training bei Inkontinenz? ›

Spazieren gehen, Wandern, Radfahren, Yoga und Gymnastik stärken die Muskeln im Becken auf natürliche Weise. Mit einzelnen Übungen speziell für den Beckenboden können Sie diesen positiven Effekt zusätzlich verstärken und die Inkontinenz schwächen.

Welche Möglichkeiten der Diagnostik gibt es bei einer Inkontinenz? ›

Die Sonografie (Ultraschalluntersuchung) eignet sich als bildgebendes Verfahren, um die dem Beckenboden aufliegenden Organe wie der Harnröhre, der Blase, Gebärmutter und dem Darm sichtbar zu machen. Mögliche Veränderungen in der Lage der Organe, die eine Inkontinenz hervorrufen könnten, werden so entdeckt.

Was ist eine Stressinkontinenz? ›

Stressinkontinenz / Belastungsinkontinenz: Definition

Eine Stressinkontinenz oder auch Belastungsinkontinenz zeichnet sich dadurch aus, dass Betroffene unwillkürlich Harn lassen, sofern sie durch körperliche Anstrengung wie Husten, Lachen oder schweres Heben Druck auf den Bauchraum ausüben.

Welche Form der Inkontinenz ist bei Frauen am häufigsten? ›

Die häufigsten Formen der Inkontinenz bei Frauen

Es gibt verschiedene Formen der Inkontinenz bei Frauen, die unter unterschiedlichen Umständen auftreten können. Die beiden häufigsten Inkontinenzformen sind die Belastungsinkontinenz und die Dranginkontinenz.

Was ist eine gemischte Inkontinenz? ›

Was eine Mischinkontinenz kennzeichnet

Das heißt, dass es zu einem plötzlichen Urinverlust sowohl durch starken Harndrang als auch bei plötzlichem Druckaufbau im Bauch kommen kann – beispielsweise durch Niesen, Lachen oder starke körperliche Belastung.

Welche Form der Inkontinenz ist bei Männern am häufigsten? ›

Welche Formen der Inkontinenz betreffen Männer am häufigsten? Männer sind am häufigsten von der Dranginkontinenz betroffen. Danach folgt die Mischinkontinenz.

Was versteht man unter Reflexinkontinenz? ›

Reflexinkontinenz ist eine Form der Harninkontinenz. Sie wird auch als neurogene Harninkontinenz bezeichnet. Bei Personen, die unter dieser Inkontinenzform leiden, kommt es zu einer reflexartigen unangekündigten Entleerung der Blase.

Was ist eine Extraurethrale Inkontinenz? ›

Die extraurethrale Inkontinenz beschreibt einen ständig oder plötzlich auftretenden Harnverlust, der nicht durch eine Störung der Speicher- oder Schließmuskelfunktion verursacht wird. Die Gründe für den ständigen Urinverlust liegen hier außerhalb der Harnwege (extraurethral).

Was ist neurogene Inkontinenz? ›

Die neurogene Blase stellt eine durch neurologische Schäden verursachte Blasendysfunktion dar (schlaff oder spastisch). Zu den Symptomen können Überlaufinkontinenz, häufiges Wasserlassen, Harndrang, Dranginkontinenz und Retention zählen.

Was tun bei Überlaufinkontinenz? ›

Behandlung der Überlaufinkontinenz

So können zum Beispiel bei Abflusshindernissen, wie etwa bei Tumoren, operative Eingriffe erforderlich sein, um die Beschwerden zu lindern. Darüber hinaus ist der Einsatz von Einmalkathetern oder Dauerkathetern bei dieser Form der Inkontinenz notwendig, um die Blase zu entleeren.

Wie kann man Inkontinenz beim Mann behandeln? ›

Inkontinenz bei Männern: Behandlungsmöglichkeiten

Behandeln kann man die Inkontinenz, je nach Form, durch Beckenbodentraining, Medikamente oder eine Operation. In vielen Fällen kann die Harninkontinenz stark gemindert oder ganz eliminiert werden.

Videos

1. Harninkontinenz – welche Therapie für welchen Mann? - Der Springer Medizin Podcast
(Springer Medizin)
2. Dranginkontinenz - leicht erklärt
(HARTMANN Deutschland)
3. Mein Geheimtipp bei Dranginkontinenz!
(Sonja Schiff - Expertin fürs Älterwerden)
4. Kontinenz und die Kontinenzprofile
(Pflege Kanal)
5. Harninkontinenz vorbeugen: Die besten Übungen & Tipps gegen Inkontinenz
(KLINIK am RING - Urologie)
6. Welche Ursachen für Inkontinenz gibt es, und welche Maßnahmen können helfen die Symptome zu mildern?
(HARTMANN GROUP)
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Author: Wyatt Volkman LLD

Last Updated: 02/10/2023

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